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CVJM-Gesamtverband in Deutschland wendet sich gegen einen Krieg im Irak

21. Januar 2003

Der CVJM-Gesamtverband in Deutschland blickt mit Sorge auf die politische Entwicklung. Krieg wird wieder als Mittel der Politik etabliert. Mit Erschrecken nehmen wir wahr, wie selbstverständlich und geschäftsmäßig die Kriegsmaschinerie anläuft.

Auch wenn die Bundesregierung dem Einsatz von militärischer Gewalt kritisch gegenübersteht, ist weltweit ein neues Denken gefährlich weit verbreitet: die Unvermeidbarkeit eines Krieges gegen den Irak. Jugendliche fragen: ist ein Krieg gegen den Irak wirklich unvermeidlich?

Es gibt Wege, auch ein Unrechtsregime wie das in Bagdad mit nichtkriegerischen Mitteln in die Schranken zu weisen. Sollte es Schule machen, Konflikte mit militärischer Gewalt zu lösen, ist der Weltfrieden in Gefahr.

Wir wissen, dass es keine einfachen Lösungen gibt, sprechen uns aber entschieden gegen einen Krieg im Irak aus.

Die jungen Menschen dort und die Armen dieser Welt würden ihrer Zukunftschancen beraubt.

Als Christen kennen wir die Stärke, die in der Gewaltlosigkeit liegt.

Deshalb appellieren wir

  • an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CVJM, diese Fragen zu diskutieren, Jugendliche in Gruppen und Projekten zu informieren und für den Weltfrieden zu beten.
  • an die Verantwortlichen in den Kirchen, ihren Einfluss auf allen Ebenen der Politik geltend zu machen und Bemühungen um friedliche Lösungen zu fördern.
  • an die Politiker, alle Strategien zur Konfliktlösung und alle denkbaren Alternativen zum Krieg nachdrücklich zu unterstützen.

Im Namen des Vorstandes des CVJM-Gesamtverbandes in Deutschland e.V.
Ulrich Parzany, Generalsekretär
Kassel, 20. Januar 2003