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Fresh X als Ergänzung, nicht Ersatz

gehen

Zur Fresh X–Bewegung gehört die Vision einer "Kirche in doppelter Gestalt".

Die neuen Ausdrucksformen von Gemeinde machen den christlichen Glauben relevant für den Alltag von Menschen, die bisher der Kirche eher kritisch gegenüber standen. Damit ergänzen Fresh X die bestehenden Ortsgemeinden, können und wollen sie aber nicht ersetzen.

Dieses Miteinander von traditionellen und alternativen Gemeindeformen wird in England als "mixed economy" bezeichnet. Am besten kann man diesen Ausdruck mit dem Bild einer Seen-Fluss-Landschaft beschreiben: Ortsgemeinden gleichen Seen. Sie sind tief, beständig, in sich ruhend, mit vielen Ressourcen (auch unter der Oberfläche). Sie "bewässern" alles, was geographisch nahe ist, und um diese Seen herum grünt es. 

Entfernt man sich jedoch weiter von den Seen, so fehlt das "Wasser des Lebens", man begibt sich in dürre Gebiete. Damit diese geistlich ausgetrockneten Gebiete aber blühen können, muss auch hier neu das "Wasser des Lebens" fließen. Bäche und kleine Flüsse (Fresh X) können es dorthin tragen, indem sie sich ihren Weg durch das Gelände suchen. Fresh X "grünen" entlang von Beziehungsnetzwerken, docken an Alltags- und Freizeitorten an.

Um nachhaltig bestehen zu können, brauchen diese kleinen Flüsse das große Reservoir der Seen. Die Seen wiederum brauchen Abflüsse und Zuflüsse, sonst versumpfen und verlanden sie. Ortsgemeinden und Fresh X sind zwar sehr verschieden (wie z.B. Bodensee und Rhein), gehören aber trotzdem zum gleichen "Ökosystem" und helfen einander in ihren je spezifischen Aufgaben und Herausforderungen.

Die Vision einer Kirche in doppelter Gestalt macht deutlich: Ortsgemeinden und Fresh X sind keine Konkurrenten, sondern verschiedene Ausdrucksformen, durch die das eine Reich Gottes im heutigen Leben Gestalt gewinnen will.